KLAUS HOFFMANN

 

 

 

 

 

 

 

 

Also natürlich ist Klaus Hoffmann aus der Berliner Szene nicht mehr wegzudenken. Ich erinnere mich noch genau an jenen Abend im Berliner Vergnügungsetablissement "Prälat Schöneberg" im Jahr 1967. Als Moderator sollte ich einen Liedermacher namens Klaus Dierenhoff ansagen.

Natürlich war das Klaus Hoffmann. Er hat mir gestanden, der Name Hoffmann sei damals nicht so gut für seinen Einstieg als Liedermacher und Chansonnier und weil er doch Klaus-Dieter Hoffmann heißt wurde daraus Klaus Dierenhoff... 

Wir haben uns in all den Jahren nie aus den Augen verloren; im RIAS war er Stammgast seine CDs waren immer wieder ein Ereignis und seine Konzerte sowieso. Himmel, wie schnell auf einmal 40 Jahre vergangen sind. Da musste ich einfach mal wieder "reinschauen" bei meinem Hoffmann. Nun auch noch in der wunderbaren "Bar jeder Vernunft", ein Etablissement, das den Eindruck erweckt, es ist Klaus Hoffmanns "Wohnzimmer" und er gibt ein intimes Konzert.

Und genau das merkt man sofort nach den ersten Schritten auf die Bühne zum Mikrofon. Er kennt die "Wärme" (doppelsinnig) der Bar, er kennt, so scheint es, auch sein Publikum. Die folgen ihm, kennen die Texte und Klaus hat sie über zwei Stunden "fest im Griff. "Leise Zeichen", der Titel der neuen CD und diese Zeichen hat er schon ziemlich früh erkannt und wieder und immer wieder in Worte und Musik gefasst. Angefangen vom "Kreuzberger walzer" über "Wenn ichs hier schaff, schaff ichs überall", "Wer küsst die Braut" bis hin zum Mitsing-Spektakel "Das ist derselbe Mond..." - alles wunderbar. Natürlich gehört seine großen Liebe immer noch den ganz Großen des Chansons, Jaques Brel und Charles Aznavour. Die Matrosen im Hafen von "Amsterdam" fehlen in diesem Programm ebensowenig wie Aznavours "She" oder "Ne me quitte pas" ("Sie" und "Bitte geh nicht fort".)

Hoffmann ist ja auch Schauspieler und somit ist es nicht nur ein Konzert, das er (mit Herz und Seele) gibt, sondern ein "Theaterstück" (sagt er selbst). Das erklärt den "Wortanteil" den er so witzigund charmantt, so nachdenktlich und albern "Rüberbringt" - einfach genial. Ich habe einen schönen, lyrischen Satz von Klaus "mitgenommen", der passt so wunderbar zum Frühlingsanfang:

"Wenn die Fenster offen sind,

dann musst du dich schön machen

...für das LEBEN...für die LIEBE..."

Danke Klaus, vielen Dank.