NIKA LUBITSCH

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Also, wenn Sie "Mimi" heissen würde hätte ich einen guten Einstieg: "Ohne Krimi geht die Mimi nie in´s Bett".

 

Sie heisst aber nun mal Nika, und das ist der "Cliff-Hanger" von Mo-Nika und Lubitsch hat auch mit dem berühmten Ernst Lubitsch so wenig zu tun, wie ich mit Frank Sinatra.

 

Lange Rede...ich möchte hier mal eine Berliner Edelfeder vorstellen. Eine Autorin, die ich schon seit über 30 Jahren kenne, aus den Augen verloren habe und vor einigen Jahren hier unten in Zehlendorf, ganz bei mir "umme Ecke" wieder getroffen habe. Und dabei kam dann heraus, was sie alles in den Jahrzehnten getan und nicht getan hat, was sie alles hingeschmissen hat und neu probiert hat, um nun plötzlich ganz selbständig und ohne eigenen Verlag Romane zu veröffentlichen, vornehmlich im E-Book Format. Aber nicht nur, amazon hat auch schon einige Werke als Taschenbuch veröffentlicht.

 

Kurzer Lebenslauf:

Geboren in Berlin, umjesiedelt in den Ruhrpott, dann nach Fildern bei Stuttgart (kommt das beste Sauerkraut her); Heimweh nach Berlin 1967 und dann kamen ja gleich die berühmt- und berüchtigten 68er. ! ! ! Nika war, logo, mit dabei und zwar echt heftig. Sit ins, Mao, und Demos aller Art die Tagesordnung.

Die 68er wurden alle ruhiger; Nika selbstredend. Tourte als Reiseleiterin und organisierte Weekendtripps in europäische Hauptstädte. 1972 begann sie ein Jurastudium. Mit der Volljährigkeit begann auch die große Liebe zu einem Chansonsänger. "Go in" , "Steve Club" und "Folk Pub" waren angesagte Lokale in Berlin. Nika war da "umtriebig". Sie hatte auch ein eigenes Theater (oder sogar zwei?) und machte "Theater".

Die Meisel-Musikverlage verlockten sie mit einem Angebot als Promotionchefin. ("Gute Arbeit, Mädel - ich kann mich echt dran erinnern".)

Nika war und ist eine "Macherin". Damals, 1982 mit der Multivisionsshow Berlin, sie hat nicht nur die Baukräne tanzen lassen: Neumann & Bühring organisieren die größten Baustellen-Events Berlins: Von der Grundsteinlegung am Potsdamer Platz bis zur Einweihung von Daimler-Chrysler-City, von den Treptowers bis zum Reichstag und in der Werbeagentur GKM bzw. Neumann & Bühring.

 

Ich wollte das ja bewußt kurz halten; sicher fehlt hier und da irgendwas...

 

Aber dann kam der Drang, unter die Autoren zu gehen, Bücher zu schreiben. Das hat aber gedauert.

 

Ich selbst habe ja auch längere Zeit nichts von ihrem Talent gewußt. Aber dann, als wir uns zufällig trafen habe ich es geschnallt (siehe oben):

Sie schreibt, wie sie spricht: authentisch und erfrischend anders. Dabei trifft sie genau den Ton, in dem ihre Leserinnen denken. "Eigentlich schreibe ich, seitdem ich mit einem Geha-Füller Tinte auf's Papier klecksen kann", sagt sie. Allerdings dauerte es dann noch knapp 40 Jahre, bis ihr erstes Buch veröffentlicht wurde. Nachdem ihr Verlag Pleite gegangen und ihr Agent mit "ihrer Kohle" durchgebrannt ist, hat Nika Lubitsch sich entschlossen, in Zukunft ihre humorvollen, manchmal ein wenig boshaften Themenbücher selbst zu veröffentlichen. Und als der "Tampon" ein Erfolg wurde, verlegte sie ihre Schreibe auf Krimis. Hammerdinger, echt. Ich habe hier mal eine Auswahl zusammengetragen. Die Bücher gibts als E-Book bei amazon/Kindle und teilweise auch als Taschenbücher.

 

 

 

 

 

Aber nun DER NEUE - Erscheinungsdatum: 1. März 2015

Die Autorin selbst schreibt: "Das ist vielleicht mein hinterhältigster Krimi

 

Leseprobe:

 

Heute beginnt der Prozess. Mein Urteil wurde allerdings schon vor zwei Jahren, sieben Monaten und acht Tagen gesprochen. Ich kannte es, bevor es ausgesprochen wurde.

Es war ein verregneter, eiskalter Sonntag im Mai und wie jeden Sonntag lag ich Punkt acht Uhr fünfzehn hingelümmelt auf meinem Sofa und freute mich auf den neuen Tatort. Ich hatte mich gerade gemütlich in die kuschelige Decke mit dem Leopardenmuster gewickelt, als ich einen Stich in meiner linken Brust spürte. Ganz automatisch griff ich mir an den Busen und da, genau in diesem Moment, wusste ich es. Etwas in meiner linken Brust war total verhärtet. Ich bekam kaum etwas mit von den Ermittlungen von Thiel und Boerne. Immer wieder strich ich mit der Hand über die harte Stelle. Natürlich habe ich auf eine kurzfristige Hormonstörung gehofft. Aber in meinem Kopf formte sich das Wort, das alle zu vermeiden suchen, auch der Mann im weißen Kittel, der „leider eine schlechte Nachricht“ für mich hatte. Sie reden von „etwas“, das Wort Krebs kommt keinem über die Lippen. Denn das Wort ist der Schatten an der Wand, der Klumpen in deinem Magen, der Albtraum deiner schweißgebadeten Nacht, es nagt sich wie eine Ratte in dein Gehirn und nichts ist mehr, wie es war.

Oliver saß in seinem rehbraunen Vintagesessel, ganz bei Thiel und Boerne, knackte geräuschvoll Ferrero Küsschen und bekam nicht mal mit, dass seine Frau soeben dem Ungeheuer in den Rachen geblickt hatte. Vor zwei Jahren, sieben Monaten und acht Tagen glaubte ich noch, dass wir eine glückliche Ehe führten. Jetzt stehe ich vor dem Kriminalgericht Moabit, wo es unter anderem um den Mord an meinem Ehemann Oliver Runge geht.

 

 

Ich habe jetzt aufgehört zu zählen; Sie  ist schon bei 14 oder so...Eins aber ist sensationell: DAS ZDF hat "Der 7. Tag" verfilmt, läuft am 23.10.2017 zur Prime-Time um 20:14...Günter Jauch muss sich warm anziehen...